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Viele Eltern haben heutzutage die Sorge, dass die wachsenden Gruppen-Größen in unseren Kindergärten den Kindern zuwenig Eigeninitiative, Kreativität und Selbsterfahrung zukommen lassen.
Das Kinderhaus Kaiserswerth e.V. versucht hier für einen Ausgleich zu sorgen. Gerade in einer Zeit, in der Großfamilien kaum noch existieren und die Gefahr der sozialen Isolation wächst, möchten wir mit dieser familienunterstützenden Einrichtung ein Gegengewicht bilden.
Das Kinderhaus ist eine Elterninitiative, die allen beteiligten Familien dabei eine möglichst optimale Kinderbetreuung bieten soll. Mit anderen Worten: Nicht Stadt oder Kirche sind der Träger, sondern im Grunde die Eltern selbst. Die Eltern können nicht nur, sie müssen Mitarbeit, Mitentscheidung, Mitverantwortung ausüben. Somit stellt das Kinderhaus Kaiserswerth e.V. beides dar: Chance wie auch Herausforderung. Der Lohn für Engagement und guten Willen sind ein größeres Mitspracherecht und eine Kinderbetreuung, die maßgeschneidert ist.
Tatkräftige Unterstützung findet das Kinderhaus bei insgesamt 6 pädagogischen Mitarbeiterinnen. Darüber hinaus bei der Kaiserswerther Diakonie, die die Räumlichkeiten und einen großen Garten zur Verfügung stellt, sowie bei lokalen Politikern, Sponsoren und Förderern. Und bei allen Menschen, die diesem hoffnungsvollen Ansatz mit Wohlwollen gegenüberstehen.
Ist das Kinderhaus Kaiserswerth nun also ein Kindergarten, ein Kinderhort oder
eine Kindertagesstätte? Es ist alles das und noch viel mehr: eben ein Kinderhaus. Ein Erlebnisraum. Eine Art Großfamilie. Vor allem aber ein Ort, der sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Kinder orientiert. Ein Ort, an dem sie lernen, füreinander da zu sein. Wo sie basteln, lachen und toben, aber auch Besinnlichkeit, Selbstvertrauen und Verantwortung entwickeln.
Zum Lachen!
37 Kinder treffen sich jeden Morgen im Kinderhaus Kaiserswerth zum Spielen, Singen, Blödsinn machen. Genauso aber auch zu Ruhe, Entspannung, Muße und Besinnlichkeit. Zum Mahlzeiten einnehmen und zum Aufbruch zu Entdeckungsreisen. Zum Beispiel in den schönen großen Garten mit dem tollen Holzschiff (unserem Wahrzeichen), mit einem Weidentipi und einer Naturwerkstatt. Ein echter Kinder-Garten eben.
Die Kinder werden dabei in zwei verschiedenen Gruppen betreut. Zum einen in einer Familiengruppe mit Kindern im Alter zwischen 4 Monaten und 4,5 Jahren – der "Sonnenschein-Gruppe". Zum anderen in einer alterserweiterten Gruppe, in der die jüngsten Kinder mindestens 4 Jahre alt sind und die ältesten 14 Jahre – der "Regenbogen-Gruppe".
Die Betreuung erfolgt durch insgesamt sieben pädagogische Fachkräfte: fünf Erzieherinnen, eine Kinderpflegerin sowie eine Praktikantin sorgen dafür, dass die Kinder stets eine möglichst individuelle Betreuung genießen können.
Platz da!
Mit dem Beschluss, unsere Einrichtung um eine Hortgruppe zu erweitern, wurde ein Umbau erforderlich, durch den jetzt genug Platz für alle vorhanden ist: Beide Kindergruppen haben jeweils einen eigenen großen Raum mit allem, was ein Kind so braucht. Es gibt eine schöne Küche, ein Zimmer für die Schularbeiten, einen Ruheraum für die Kleinen, eine Werkstatt, Büros und vieles mehr. Im Souterrain wird es bald einen zusätzlichen Raum für Musik, Tanz und Gymnastik geben.
Es war viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt!
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