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Leitgedanken Maria Montessoris

Ausgehend von ihrem ursprünglichen Beruf als Ärztin hat Maria Montessori die Grundlagen ihrer Pädagogik auf die genaue Beobachtung der kindlichen Entwicklung gestützt. Angeregt durch ihre Arbeit mit geistig behinderten Kindern und durch die Beschäftigung mit den Werken der beiden französischen Ärzte Itard und Seguin war für sie die Schulung der Sinne und der Bewegung Grundlage und Ausgangspunkt für jede weitergehende Erziehung. Montessori stellt die Eigengesetzlichkeit des Kindes in den Mittelpunkt ihrer Pädagogik. Sie geht davon aus, dass es über die Fähigkeit verfügt, seine Persönlichkeit aus sich selber heraus entfalten zu können. „Hilf mir, es selbst zu tun!" Diese Bitte eines Kindes kann als Leitmaxime ihrer pädagogischen Forderungen gelten. Die Entfaltung des Kindes vollzieht sich nach einem individuellen Plan, in einem Tempo, das das Kind und nicht der Erwachsene bestimmt. „Das Kind ist Baumeister seiner selbst." Es trägt den Plan für seine Entwicklung in sich.


Von ganz entscheidender Bedeutung für das kindliche Lernen sind nach Montessori die sensiblen Phasen, in denen sich die Aufmerksamkeit des Kindes auf gewisse Ausschnitte seiner Umgebung richtet. Im Verlauf einer solchen sensiblen Periode eignet sich das Kind mit Hilfe des absorbierenden Geistes Sachverhalt sehr leicht und ganzheitlich an. Montessori beobachtet in der frühen Kindheit vor allem sensible Phasen für Bewegung und Ordnung. Um den Bedürfnissen der Kinder Rechnung zu tragen, forderte Montessori die Bereitstellung einer Vorbereiteten Umgebung, in der das Kind selbst tätig werden und damit den Aufbau seiner Persönlichkeit vollziehen kann. Die Vorbereitende Umgebung muss dem Kind angepasst sein. Gleichzeitig muss sie geordnet und überschaubar sein und zum Tätigwerden auffordern. Voraussetzung für die kindliche Entwicklung ist die liebevolle Atmosphäre und die Achtung der kindlichen Persönlichkeit.

Für die Altersstufe von drei bis sechs Jahren beobachtete Montessori neben den dominierenden sensiblen Phasen für Bewegung und Ordnung außerdem das Bedürfnis nach der Verfeinerung der Sinnereindrücke, nach innerer Konzentration und nach mitmenschlichem Kontakt. Entsprechend hat sie Materialien und Übungen für das Kinderhaus entwickelt, die diese Bedürfnisse erfüllen. Nur in einer Vorbereiteten Umgebung, in der sich das Kind frei für eine Tätigkeit entscheidet, kann es zu einer tiefen Konzentration, der Polarisation der Aufmerksamkeit gelangen, die es zu einer inneren Ordnung führt.

„Wir sehen im Kinde, auch im allerkleinsten, ein menschliches Wesen, eine geheimnisvolle, unverstandene Ganzheit. Um dieses Menschenwesen in der Würde des Menschenwesens geht's uns - nicht um psychologische Prinzipien."
(M. Montessori)

 

 

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